Karfreitagsgefecht 2010
Das Gespräch mit Naef hat mich noch einmal spüren lassen, was es bedeutet, Soldat zu sein. Der Beruf hat viele schöne Seiten und kann eine unglaublich erfüllende Aufgabe sein. Was dabei oft vergessen wird: Einige von uns zahlen den höchsten Preis und lassen ihr Leben im Einsatz.
Naef Adebahr war am Karfreitag 2010 als Fallschirmjäger und Gruppenführer bei Isa Khel in Afghanistan eingesetzt. Im Gefecht wurde er auf offener Fläche verwundet, und seine Männer mussten ihn in die nächste Deckung ziehen. Er überlebte diesen Tag, trug aber nicht nur körperliche, sondern auch seelische Verletzungen davon.
Naef hat sich zurück ins Leben gekämpft. Heute engagiert er sich in der Sporttherapie der Bundeswehr und ehrenamtlich in verschiedenen Veteranenprojekten.
Ein ehrliches, bewegendes und stellenweise bedrückendes Gespräch, das zeigt, was der Soldatenberuf im Ernstfall bedeuten kann.